"Mulatte- Mischlingskind" Vorname?
Ich möchte bitte eure persönliche Meinung und empfindung erfahren.
Bitte versucht meinen Beitrag, trotz bewußter "rassistischer" Begriffe, frei zu lesen. Ich kann manches einfach nicht anders ausdrücken, da es am beschreibensten ist.
Ich komme aus einer "reinrassigen deutschen Familie". Typische deutsche Merkmale, Namen, etc.
Mein Partner ist Mulatte. Vater, Amerikaner, "rabenschwarz", Mutter "reinrassig deutsch". Mein Partner ist "normal braun" mit Krause und teilweise den afrikanischen Zügen sprich breite Nase, weißer Ohrenschmalz,... und, wenn man die optischen Merkmale vergisst, absolut deutsch. Angeblich hatte er noch nie rassistische Probleme. Ich persönlich denke jedoch, dass unsere Gesellschaft mit Vorurteilen sehr geprägt ist und vieles Unterschwellig abläuft. Gerade in der Schule oder der Bewerberauswahl zählt, auch wenn viele es leugnen und es ein AAG gibt, die Hautfarbe, der Name, die Herkunft.
Nun bekommen wir ein Kind und ich mache mir natürlich viele Gednken über unser Überraschungsei. Die Hautfarbe kann alles sein und der Typ auch, sprich die afrikanischen Gene können durch kommen oder die weißen oder eben eine süße Mischung. Egal wie, mir soll es recht sein, hauptsache gesund!
Jedoch empfinde ich die derzeitige Entwicklung bezüglich Fremdenhass in Deutschland als sehr gefährlich.
Wie würdet Ihr bei der Namenswahl vorgehen? Meine Familie sagt, wir sollen einen deutschn Namen geben, um schon vorneweg zu signalisieren, dass trotz Hautfarbe, das Kind deutsch ist.
Uns gefällt der französische Mädchenname Mireille (sprich Mirei wie bei der Schauspielerin Mireille Mathieu) total. Jedoch denke ich, dass schon der Name Vorurteile aktiviert und der Name schon die wichtigste Entscheidung ist, schließlich muss das Kind sein Leben lang damit leben. Um den Namen einzudeutschen, wollen wir einen Doppelnamen machen. Schreiben muss man diesen immer mit Bindestrich und wie das Kind sich anreden lässt, ist dann seine Sache, z.B. Mireille-Sophie, Mireille-Kathrin,... dafür gibt es ja Spitznamen.
Mal davon abgesehen ist es uns wichtig, dass der Name auch Ausstrahlung von Würde und Resprekt hat, oder will reagiert jemand auf eine Chefin mit z.B. dem Namen Mandy Jackson? Viele Vorurteile kommen zum Zug!
Wie empfindet Ihr den Vornamen für ein "deutsches" Kind? Ich möchte mein Kind keinem gewachsenen Rassismus aussetzen, so wie er gegenüber Mohamed, ALi und vielen türkisch klingenden Namen schon besteht.
Für einen Jungen gefällt mir sehr gut Amadeus oder Lee-Benjamin (englische Aussprache).
Bitte teilt mir eure ehrlich Meinung mit und keine Angst vor "Verletzungen".
Herzlichen Dank für eure Mühe
Miara
PS: Erst durch meinen Partner habe ich gelernt, wieviel Rassismus in unserer Sprache verankert ist und wieviel Quatsch die Antirassistische Sprache. EIn Schwarzer ist schwarz, basta. Oder habt Ihr schon einmal einen Regenbogenmenschen gesehen? Nein? Aber man sagt doch farbiger!? *fg*



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