ich bin absolut für die Präimplantationsdiagnostik. Es ist eine freiwillige Entscheidung eines jeden Einzelnen und man muss es nicht machen, wenn man nicht will. Es sollte auch als eine Option erhalten bleiben!
Man kann mit den heute verfügbaren Mitteln doch eh nur sehr ernste Defekte feststellen, es ist ja nicht so, dass man die Haut- und Augenfarbe bestimmen könnte.
Die Ziele solcher Kommissionen sind aber meistens eher versteckt.
Zum einen haben wir hier natürlich religiöse Gruppen, die ihre moralischen Vorstellungen für überlegen halten und sie allen anderen aufdrücken wollen.
Dann haben wir hier die Regierung als Sprecher der Krankenkassen, die diese Eigriffe bezahlen müssen und natürlich, wie so vieles das lieber auf den einzelnen umwälzen wollen. Ohne diese Eingriffe könnte sich manch eine Krankenkasse einen zusätzlichen Glaspalast hinstellen - die Beiträge werden dadurch nicht sinken, dass die Kassen mehr einnehmen, wie man sieht. Vor allem werden solche Eingriffe nur bei verheirateten Paaren von der Kasse übernommen - alle anderen müssen aus eigener Tasche zahlen. Da sollte man doch etwas Mitbestimmungsrecht erhalten, oder?
Ob das Kind dann später abgetrieben wird oder eine defekte Zelle gar nicht eingepflanzt wird sollte meiner Meinung nach der Vorzug gegeben werden dem Schutz der Eltern. Welche psychische Belastung steckt doch dahinter zuerst kein Kind bekommen zu können, dann die Freude und Hoffnung und dann hat das Embryo schwere Schäden, die evtl. sowieso zu einem Abbruch oder Totgeburt führen...